Launige Reden mit Rätseln
31. Juli 2010 0 KommentareStader Tageblatt vom 31.07.2010
Die Redner auf der Bühne des Stader
Schützenfestes im Zelt hatten die Lacher
auf ihrer Seite
STADE. Spekulationen löste Superintendent Thomas Kück beim Stader Schützenfrühstück aus. Zusammen mit den Landtagsabgeordneten Petra Tiemann und Kai Seefried war er einige Zeit zu spät gekommen. Dieses begründete er mit den Worten: "Wir hatten vorher etwas gemeinsam."
"Was haben die bloß zusammen gemacht?" Die Gäste im Festzelt schauten sich an und begannen herzhaft zu lachen. Petra Tiemann setzte noch eins drauf: "Wir haben Zukunft gemacht", sagte sie. Und Kai Seefried meinte lapidar: "Dazu sag' ich jetzt nichts mehr." Welche Fantasien bei den Schützenfestgästen in den Köpfen gekreist haben, darüber muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Des Rätsels Lösung ist allerdings ganz einfach. Die drei hatten in Himmelpforten eine neue Kinderkrippe eingeweiht. Mehr steckte nicht dahinter. Kück, Tiemann und Seefried hatten mit ihren Versprechern, oder bewusst gewählten Worten, die Lacher der Gesellschaft auf ihrer Seite.
Erstmals feierten die Stader Schützen mit den Gästen das Königsfrühstück in der Salztorsvorstadt an der Schwinge. Das regte Bürgermeister Andreas Rieckhof zur Idee an, dass die Schützen die Stadt im Notfall jetzt von dem einzigen Seezugang verteidigen könnten. Aus der Geschichte zitierte er, vom Schwarzen Berg aus hätten sie die Stadt 1866 vor den preußischen Truppen verteidigt und 1871 gegen die Franzosen, die dann gar nicht gekommen seien, beschützt. Der Bürgermeister findet es aus mehreren Gründen gut, dass die Schützen in der Salztorsvorstadt an der Schwinge vor Anker gegangen sind.
Erstmals schmückte sich Rieckhof mit einer Kette. "Die kann er nicht geschossen haben, hier gibt es gar keine Schießbude", raunte Stadtsparkassenchef Dieter Kanzelmeyer seinen Tischnachbarn zu. Der Bürgermeister teilte mit, dass er die Ehrenkette des Schützenvereins nur während der Tage des Volksfestes tragen dürfe. "Dann muss ich sie wieder zurückgeben." Rieckhof übergab traditionell den symbolischen Stadtschlüssel an Schützenkönig Vinzenz Grieser.
Das Wort ergriff auch Vereinsmitglied Stefan Elsen. Er nutzte die Gelegenheit, allen zu danken, die zum Bau des neuen Schützenzentrums beigetragen haben. Dem Schützenpräsidenten Dieter Beinl und Ehefrau Heidrun, sowie dem Junior Frank überreichte er Blumen und Urkunden. "Wir haben die Arbeit gerne getan", sind sich Beinls einig. Es sei auch viel Spaß dabei gewesen.
Das Schützenfest wird bis Sonntagabend an der Schwinge gefeiert. Dazu lädt der Verein alle Bürger ein. Es gibt Preis- und Pokalschießen und Kinderbelustigungen auf dem neuen Festplatz. (kor)
31.07.2010
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