Für die Zukunft gerüstet
31. Juli 2010 0 KommentareStader Tageblatt vom 31.07.2010
Ab Montag 30 Krippenplätze in Himmelpforten -
Gratulationen zu einem "Schmuckstück"
HIMMELPFORTEN. Ab Montag gibt es in Himmelpforten 30 Krippenplätze - und fast alle sind belegt. Die Gemeinde feierte mit Repräsentanten aus Politik, Verwaltung und öffentlichem Leben die Einweihung der neuen Krippe im kommunalen Kindergarten und die Eröffnung der umgebauten Postimmobilie als neues Zuhause für den Evangelischen Kindergarten, der dort ebenfalls eine Krippe betreibt.
Da sei ja eine richtige Kindermeile entstanden, registrierte der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried, nachdem die Gästeschar vom Haus Poststraße 6 (dort werden die "Nesthäkchen" des kommunalen Kindergartens eingewöhnt) zur Poststraße 29 (kirchlicher Kiga) geschlendert war. SPD-Kollegin Petra Tiemann sprach dort aus, was viele dachten: "Diese Einrichtung atmet Leben, Farbe, Fröhlichkeit."
MdB und Staatssekretär Enak Ferlemann freute sich für den Bund über die "wunderschönen, zukunftsweisenden Einrichtungen" in Himmelpforten. Schließlich hatte der Bund seinerzeit den Schub gegeben, damit deutschlandweit mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen. Immer wieder durften sich Gastgeber Bürgermeister Lothar Wille und seine Ratskollegen anhören, wie weise sie diskutiert, entschieden und investiert hatten. Seitens der Kirche dankten Superintendent Dr. Thomas Kück und Pastor Udo Garve für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Man sei gut über die "kleinen Hürden" gekommen. Garve sieht wieder einmal die Redensart erfüllt: "All'ns löppt sick torecht".
Für bravouröse Arbeit wurden Architekt Uwe Cappel und Verwaltungsvize Jens Martens gelobt. Erschöpft, aber überglücklich zeigte sich das Kiga-Team um Leiterin Karin Klimek, das in den vergangenen Wochen Stunde um Stunde das Werden der Einrichtung ermöglicht hatte.
Mehr als Äußerliches zählt für Monika Polle, Fachberaterin des Landkreises Stade, die Qualität in der Arbeit. Gerade Krippenkinder bräuchten Herzen und eine enge Bindung. "Es sind die Menschen, die eine Einrichtung prägen."
Der kirchliche Kindergarten wächst auf 65 Kinder, will ganzheitlich und sinnstiftend arbeiten und legt großen Wert auf Elternarbeit. In der mehrfach preisgekrönten kommunalen Einrichtung mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Medien werden jetzt 150 Kinder betreut. Sie hat sich in "Kindertagestätte" umbenannt und will damit ihre Ansprüche deutlicher herausstreichen, wie Leiter Peter Krakow erklärte.
Für Bürgermeister Lothar Wille ist der neue Kindergarten zum "Schmuckstück" in der Ortsmitte geworden. Der große Umbau kostete 630 000 Euro. Gemeinsam mit der Volksbank realisierte man die Neugestaltung des Vorplatzes. Anlieger und Architekt Uwe Cappel sieht in Himmelpforten deutliche sichtbare Erfolge auf dem Weg "Ab in die Mitte". (je)
31.07.2010
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